Damen 1 schaffen mit unglaublichem Siegeswillen den 22:21-Erfolg in Leimen

Trainer Franz-Josef Höly

Einen knappen Erfolg schafften die Badenliga-Handballerinnen des TSV Birkenau bei der KuSG Leimen. Bis die Birkenauerinnen den 22:21-(10:12)-Erfolg glücklich bejubeln konnten, war beim Tabellenneunten in Leimen ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Dem jungen Birkenauer Team, in dem einige Spielerinnen nach dem Pokalspiel am Donnerstag und als „Aushilfen“ bei der 1b-Mannschaft am Samstag bereits ihr drittes Spiel innerhalb einer Woche absolvierten, war ein deutlicher körperlicher und mentaler Kräfteverschleiss anzumerken. Zudem musste der Ausfall von Katrin Laßlop und Nicole Gölz kompensiert werden. Keine guten Vorzeichen also für die Auswärtspartie in Leimen.

Dennoch starteten die Birkenauerinnen gut in die Partie. Vor einer starken Torfrau Vanessa Falter, sie parierte in der Anfangsphase bereits einen Siebenmeter, arbeitete die TSV-Abwehr aufmerksam und im Angriff wurden die meisten Chancen verwandelt, so gelang bis zur 10. Minute die 4:1-Führung. Ab der 13. Minute sollte sich die Partie jedoch drehen. Leimen nutzte die nun auftretenden Birkenauer Angriffsschwächen, technischen Fehler und Zwei-Minuten-Strafen und glich zum 5:5 aus. Moni Steffan und Sabrina Merkel erzielten beim 6:6 und 7:7 nochmals den Ausgleich. Doch danach folgte eine lange Birkenauer Durststrecke, zumal auch die Torhüterin der Gastgeberinnen eine überragende Leistung bot. Die TSV-Angreiferinnen fanden kaum noch eine Lücke im Leimener Abwehrverbund, auch Siebenmeter-Chancen blieben ungenutzt. In die Pause ging es mit dem 10:12-Rückstand.

Auch im 2. Durchgang blieb diese spannende Partie weiterhin umkämpft und lange sahen die Gastgeberinnen wie die sicheren Siegerinnen aus. Nach der Pause und dem schnellen Gegentreffer zum 10:13 wuchs der Birkenauer Rückstand beim 15:19 (46.) auf vier Tore an. Im TSV-Team fehlten die guten Ideen, auch die Vorgabe „tief werfen“ gegen die großgewachsenen KuSG-Keeperin konnte (noch) nicht umgesetzt werden. Doch während in den letzten zwölf Spielminuten nun auch die Gastgeberinnen dem hohen Tempo Tribut zollen mussten, packten die TSV-Mädels nochmals ihren Kampfgeist und eine große Portion Siegeswillen aus. Lena Kahnert (2) und Melissa Hutzl sorgten für den 18:19-Anschluss, die Gastgeberinnen gingen per Siebenmeter zum 18:20 wieder mit zwei Toren in Front. Jula Grünewald im Birkenauer Gehäuse vernagelte nun ihr Tor und gab ihrem Team den nötigen Rückhalt in einer spannenden Schlussphase. Maja Zeides per Siebenmeter und Mona Göttmann sorgten für das 20:20, nach dem erneuten Rückstand (20:21; 58. Spielminute) bat TSV-Trainer Höly zur Auszeit und setzte mit einer taktischen Maßnahme den letztlich entscheidenden Akzent: die Birkenauerinnen agierten im Angriff nun mit sieben Feldspielerinnen und schafften nach dem 21:21-Ausgleich mit vereinten Kräften noch den kaum mehr für möglich gehaltenen Siegtreffer zum 22:21-Erfolg.

TSV Birkenau:
Jula Grünewald, Vanessa Falter im Tor; Monika Steffan (5), Kristina Falter (1), Melissa Hutzl (2), Nadine Kießler, Lena Kahnert (6), Jana Bechtold, Sabrina Merkel (2/2), Mona Göttmann (1), Maja Zeides (5/3).

(Bericht: Svenja Klink; Fotos: Armin Etzel – Archiv)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.