A-Mädels sichern sich erneut den GTÜ-Cup

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Die weibliche A-Jugend des TSV Birkenau schnappte sich beim wieder einmal bestens organisierten GTÜ-Cup 2013 in Herrenberg erneut den Turniersieg.

Nach der Anreise am Freitag Abend und einer erstaunlich ruhigen ersten Nacht im Klassenzimmer hieß der Auftaktgegner in der Vorrunde TV Gundelfingen. Konzentriert und von Beginn an wach siegten die TSV-Mädels mit 13:6. Danach wartete mit dem TV Aldekerk der deutsche Vize-Meister der vergangenen B-Jugend Saison, der ebenfalls in der neuen Jugendbundesliga spielen wird. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich Aldekerk auf 5:7 ab. Die Birkenauerinnen ließen sich jedoch nicht abschütteln, drehten das sehenswerte Spiel und gewannen 10:8.
Als Nächstes trafen die TSV-Mädels auf die Gastgeber der SG H2Ku Herrenberg – ebenfalls ein Teilnehmer der Jugendbundesliga. Nach einer 4:1-Führung des TSV drehte Herrenberg auf und so entwickelte sich auch dieses Mal  eine enge Partie, welche die Odenwälderinnen am Ende mit 12:9 gewinnen konnten. Im letzten Spiel des Tages gegen die SF Schwaikheim setzten sich die Birkenauerinnen mit 9:5 durch.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits früh, da noch vor dem Frühstück gepackt werden musste. Das letzte Vorrundenspiel gegen Gröbenzell wurde mit 13:11 gewonnen und die Vorrundengruppe somit ungeschlagen überstanden. In der Zwischenrunde standen anschließend zwei Spiele gegen den VfL Waiblingen und den TV Nellingen an, wobei das Vorrundenergebnis gegen Aldekerk in diese Runde mitgenommen wurde und somit eine optimale Ausgangsposition geschaffen war. Nun nahm das vermeintliche Unheil seinen Lauf: Nach Torfrau Jula Grünewald fiel auch Nicola Baumann krankheitsbedingt aus und sowohl Franziska Mink als auch Alina Weber standen verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung. Das Spiel gegen Waiblingen gewannen die Birkenauerinnen dennoch souverän mit 11:6. Mit dem TV Nellingen, auf den der TSV in der Jugendbundesliga treffen wird, wartete ein weiterer echter Prüfstein. Die TSV-Mädels zeigten wiederum eine starke Leistung und siegten 11:6.

Somit war der Einzug in das Halbfinale geschafft. Dort hieß der Gegner TSV Ismaning aus Bayern, ebenfalls ein Bundesligist der weiblichen A-Jugend. Ismaning hatte bis dahin ein souveränes Turnier gespielt und lediglich im letzten Zwischenrundenspiel gegen Herrenberg Federn lassen müssen. Auf Birkenauer Seite sinnte man auf Revanche für das verlorene Endspiel beim IBOT 2012 und somit war alles angerichtet für ein tolles Halbfinalspiel. Aufgrund der vier Ausfälle war jedoch fraglich, ob die Odenwälderinnen diesem starken Gegner über die gesamte Spielzeit Paroli bieten könnten. Inzwischen hatten auch die Trainer Kristina Falter und Linda Schäfer das Turnier mit der C-Jugend beendet und nahmen zur Unterstützung der A-Mädels auf der Bank Platz. Es entwickelte sich ein dramatisches Halbfinale. Birkenau hatte zunächst leichte Vorteile auf seiner Seite, ehe die Kräfte nachließen und Ismaning mehr und mehr das Ruder übernahm. Den Bayern gelang 30 Sekunden vor Schlusspfiff der 9:10-Führungstreffer und zudem gab es eine Zeitstrafe gegen Birkenau. Die Birkenauer Torfrau machte nun für einen 6. Feldspieler Platz, aber es gelang keine zwingende Aktion mehr. Aufregung dann am Ende: Die Odenwälderinnen hatten noch einen Freiwurf auf der halblinken Position und die Uhr wurde 3 Sekunden vor Ende angehalten. Der Freiwurf wurde nach Anpfiff blitzschnell ausgeführt und von der linken Außenposition gelang der 10:10-Ausgleichstreffer, der wie der Siegtreffer bejubelt wurde, da Ismaning schon wie der Sieger ausgesehen hatte.
Die nun folgende 5-minütige Verlängerung hatte es dann auch noch einmal in sich. Birkenau musste noch 1:29  in Unterzahl überstehen und schlug sich dabei wacker.  Nach dem Treffer zum 13:12 eine gute Minute vor Ende waren die Odenwälderinnen leicht im Vorteil. Ismaning drängte auf den Ausgleich und kam 35 Sekunden vor Ende zu einer freien Einwurfgelegenheit, welche die Birkenauer Torfrau jedoch glänzend vereiteln konnte. Die Birkenauer spielten die Zeit nun clever herunter und trafen am Ende sogar noch zum 14:12-Siegtreffer. Der Jubel auf Seiten der Odenwälderinnen war nun entsprechend groß, wobei man auch Ismaning zu einem tollen Halbfinale gratulieren konnte, das auch anders hätte ausgehen können.

Vor dem Finale, in dem der Gegner erneut TV Aldekerk hieß, galt es nun, die letzten Kräfte zu mobilisieren. Mit dem festen Ziel, den Pokal erneut mit nach Hause nehmen zu dürfen, gingen die TSV-Mädels in das Spiel. Aldekerk hatte sich jedoch nach der Niederlage in der Vorrunde ebenfalls einiges vorgenommen und so entwickelte sich ein hochklassiges Finale. Der TV legt zunächst vor und Birkenau rannte schnell einem Rückstand hinterher. Doch wie bereits in der Vorrunde drehten die Odenwälderinnen zum Ende hin das Spiel und setzten sich mit 11:9 durch. Nach dem Schlusspfiff war der Jubel entsprechend groß, denn angesichts des starken Teilnehmerfeldes und der Ausfälle am Sonntag war mit diesem Erfolg nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Die Ausfälle wurden jedoch kompensiert, da andere in die Bresche sprangen. Alle Beteiligten trugen ihren Teil dazu bei, dass der Pokal nun ein weiteres Jahr in Birkenau verbleibt.

Durch den diesjährigen Sieg sicherten sich die Mädels des Jahrgangs 95 bei ihrer 6. Teilnahme bereits zum 5. Mal den Turniersieg. Zahlreiche Spielerinnen des diesjährigen Kaders waren bereits beim erstmaligen Sieg im Jahre 2008 dabei. Nach Turnierende kam dann kurz etwas Wehmut auf, denn klar ist, dass die Mädels des Jahrgangs 95 diesen Pokal nicht noch einmal holen können, da sie ihr letztes Jahr in der Jugend verbringen. Dementsprechend gilt es, noch einmal eine tolle (Jugend-) Saison zu erleben. Der Anfang dazu ist gemacht…

Für den TSV waren am Ball:
Jula Grünewald und Saskia Kinscherf im Tor;
Nicola Baumann, Leila Doumi, Michelle Gerhardt, Nicole Gölz, Anna Heidecker, Lena Kahnert, Katrin Laßlop, Franziska Mink, Anna Sattler, Alina Weber, Sonja Wink, Maja Zeides

 

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