Zweite Halbzeit der Damen gegen Mannheim mit Erinnerungswert (9:15 – 29:22)

Auch die HSG Mannheim – einer der Mitfavoriten der Baden-Württemberg Oberliga – konnte den Lauf der Birkenauer Handball-Damen nicht stoppen. Nach einem kuriosen Spielverlauf sonnen sich die Schäfer/Weber-Schützlinge nach diesem 29:22-Sieg weiterhin unangefochten an der Tabellenspitze und dürfen sich am kommenden Samstag um 20 Uhr nach fünf Auswärtspartien nun endlich wieder auf ein Heimspiel freuen.

Die Birkenauer Fans, auch zahlenmäßig in der Überzahl, verbreiteten Heimspielatmosphäre und bekamen die ganze Bandbreite eines Handballspiels geboten. Von der eigenen Führung nach 11 Minuten, bis hin zum 9:15-Pausenrückstand, der Ausgleich bereits 9 Minuten später und am Ende Tempohandball vom Feinsten mit einem nicht für möglich gehaltenem deutlichen Auswärtssieg.

Die Trainer hatten ihre Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt, unter anderem wurde die gewohnte Abwehrformation geändert, womit man die Spielmacherin und Haupttorschützin Nathalie Schützenfelder weitgehend im Griff hatte. Zwar tat man sich mit der defensiven 6:0-Abwehr der Mannheimer Flippers schwer, dennoch reichte es bis zur 17. Spielminute nach Toren von Kahnert, Gölz und Schäfer zu einer 7:5-Führung. Dann folgten 13 Spielminuten, die man bisher nicht kannte. Die Defensive bekam vor allem die Kreisanspiele nicht in den Griff und im Angriff reihte sich ein unvorbereiteter Torwurf an den anderen, was die Gastgeber mit Tempogegenstößen zur 6-Tore-Führung bis zur Pause gnadenlos ausnutzten. Die häufigen Wechsel der ersten Halbzeit trugen dieses Mal nicht zur Stabilität bei, als direkt zu Beginn der zweiten Hälfte auch noch ein Tempogegenstoß verworfen wurde, sah man die Felle auf Birkenauer Seite endgültig davon schwimmen.

Doch die Trainer müssen in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden haben: Bis zur 56. Spielminute wurde nicht mehr ausgewechselt, die Angriffsformation wurde umgestellt, die Mädels packten ihren bekannten Kampfgeist aus und im Tor stand nun eine fast unüberwindbare Jula Grünewald. Die offensive Abwehr funktionierte nun wie aus dem Lehrbuch, Mannheim wurde immer mehr zu Zeitspielen und Schrittfehlern gezwungen, was die beiden guten Unparteiischen nun auch konsequent ahndeten.

Innerhalb von nur 9 Minuten war der 6-Tore-Rückstand egalisiert, Mannheim schien geschockt. Die 17-jährige Ronja Schwaab zog auf der Mitte-Position nun geschickt die Fäden, krönte ihre gute Leistung mit vier Toren und Linda Schäfer, Lena Kahnert und Moni Steffan trafen nun nach Belieben. Der erste Mannheimer Treffer in der zweiten Hälfte fiel in der 42. Spielminute, bis dahin hatte Birkenau bereits mit 18:16 geführt. Ab dann kam das große Plus der Mannschaft wieder zum Tragen, mit einer beeindruckenden körperlichen Fitness und Schnelligkeit wurden die Flippers am Ende einfach überrannt und Jula Grünewald entnervte ihre Gegenspielerinnen nicht nur wegen ihrer zwei gehaltenen 7-Meter.

Mit diesem Traumstart in die BWOL hoffen die Damen nun auf eine große Kulisse zum Heimspiel am kommenden Samstag gegen Lahr (20 Uhr).

TSV Birkenau:
Birgit Eberle und Jula Grünewald im Tor, Monika Steffan 4, Lena Kahnert 8/1, Linda Schäfer 6, Katrin Laßlop 2, Kristina Falter, Nicola Baumann, Nicole Gölz 4/3, Mona Göttmann, Anna Sattler, Katja Zimmermann, Ronja Schwab 4, Maike Vondermühl 1.

(Bericht: Udo Laßlop)

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