3. Liga Damen spielen 24:24 zu Hause gegen SC Markranstädt

„Heute Abend ärgere- und ab morgen freue ich mich“ lautete der Kommentar von Trainer Timo Baumann direkt nach dem Unentschieden seiner Handball Damen im 1. Saisonspiel.

Diese hatten gerade gegen einen Favoriten der 3. Liga Ost den SC Markranstädt ein völlig überraschendes 24:24 Unentschieden erkämpft. Das der große Jubeltanz dennoch ausblieb, lag einzig und alleine an der Tatsache, dass man gegen das Starensemble aus dem Leipziger Vorort einen Sieg fast schon in der Tasche hatte. 58 Minuten lang dominierten die TSV Damen das Spiel, gingen von Beginn an in Führung und hatten diese zwischenzeitlich beim 18:12 in der 40. Minute sogar auf 6 Tore ausgebaut. Das dies im Handball keine Bedeutung hat und ein Spiel eben 60 Minuten dauert, wissen alle Handball Fans, die an diesem Abend leider nur spärlich den Weg in die Langenberghalle fanden. Die weniger als 100 Zuschauer mussten ihr Kommen allerdings nicht bereuen, sie hatten ein unbestritten hochklassiges und spannendes Damenhandballspiel gesehen. Birkenaus größte Tugend, die variable, offensive und engagierte Deckungsarbeit sollte auch an diesem Abend wieder Garant dafür sein, dass die Gäste ihre körperliche Überlegenheit kaum nutzen konnten.

Obwohl man der gesamten Mannschaft eine geschlossene und engagierte Leistung attestieren konnte, einschließlich einer starken Lenny Leinert im Tor, verdiente sich dennoch Katrin Laßlop ein Sonderlob. Sie degradierte ihre Gegenspielerinnen auf der Halb Links Königsposition nicht nur fast zur Bedeutungslosigkeit, sondern eroberte zudem immer wieder den Ball, welche oftmals erfolgreich zu zweite Welle Tempogegenstößen genutzt wurden. Überragend an diesem Abend auch Linda Schäfer auf der Mitte Position, die für ihre 4 Tore zudem nur 5 Versuche benötigte. Auch im Angriff lauteten die Vorgaben des Trainerteams Baumann und Schäfer „Bewegung“. Mit vielen Wechseln und gelungenen Spielzügen wurden die Schwachpunkte des Gegners offen gelegt.

 

 

Die junge Dani Rajic nutzte die entstehenden Lücken, erzielte 4 Spieltore und verwandelte dazu 3 Siebenmeter souverän. Erfreulich auch der erste Einsatz von Birkenaus Neuzugang Lena Heinze, die nicht nur zwei schöne Tore zum Punktgewinn beitrug.

Und so ging Birkenau von Beginn an in Führung und mit einem 14:10 in die Halbzeitpause. Schade dass in dieser Schlusssekunde bei einem Tor von Jana Weisbrod und später bei einem Tor von Kati Mink beim Stand von 19:15 von den beiden guten Unparteiischen Dietz und Bieler auf Kreis- Übertritt entschieden wurde. Und hätte Gästetorfrau Stephanie Wähner zudem nicht eine Vielzahl von 100- prozentigen Chancen der TSV Damen zu Nichte gemacht und Spielmacherin Martyna Rupp mit ihren 7 Toren in entscheidenden Phasen ihre Mannschaft immer wieder am Leben erhalten, der erste Spieltag hätte seine erste große Überraschung erlebt.
Obwohl der Vorsprung immer weiter zusammen schmolz auch weil den TSV Damen langsam die Kraft ausging hielt man den Gegner bis 9 Minuten vor dem Ende immer noch mit 4 Toren (24:20) auf Abstand.
Dann folgten Hektik und einige unvorbereitete Würfe, welche Markranstädt postwendend zu Tempogegenstößen nutzte, nur noch 24:23 und noch 2 Minuten 50 zu spielen. Nach dem Ausgleich durch Matyna Rupp 63 Sekunden vor dem Ende, gelang beiden Mannschaften kein Tor mehr, sodass
auf jeden Fall der erste Punkt gegen den Abstieg auf dem TSV Konto steht. Am kommenden Sonntag steht die Reise nach Chemnitz zu einem Mitkonkurrenten um den Abstieg an. Fans sind herzlich willkommen, der Bus fährt um 8.00 Uhr am Birkenauer Schwimmbad ab.

 

Am Feiertag den 03. Oktober um 15.00 Uhr gibt dann der große Favorit und selbsternannte Aufstiegskandidat HC Leipzig seine Visitenkarte in die Langenberghalle ab.

Katharina Leinert im Tor, Annika Schlechter n.e., Monika Reiter, Katrin Laßlop 4, Linda Schäfer 4, Danijela Rajic 7/3, Lejla Crnisanin, Jaqueline Mader 2, Jana Weisbrod, Nicole Gölz 1, Angelina Schreyer, Nicola Baumann 2, Lena Heinze 2, Katharina Mink 2

Bericht: Udo Laßlop: Bilder: Armin Etzel

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