3. Liga Ost – Beim Tabellenführer ohne Chance

Wenn man einer 45:20 Niederlage der TSV- Damen beim Tabellenführer der 3. Liga Ost HC Leipzig noch etwas Positives abgewinnen wollte, dann war es sicherlich die einmalige Atmosphäre in der Leipziger Sporthalle. 500 Zuschauer, darunter auch Handball Ikone Stefan Kretschmar der eine gute Leistung seiner Tochter bewundern konnte, verbreiteten eine tolle Stimmung gepaart mit einem professionellen Ambiente. Die 13 mitgereisten TSV Fans konnten dagegen kaum ankämpfen, zumal sich das Spiel von Beginn an sehr einseitig entwickelte. Die Gastgeber ließen zu keiner Sekunde des Spiels einen Zweifel aufkommen, dass Birkenau kein Stolperstein für das große Ziel Aufstieg werden sollte.

Die Spielerinnen des HC feierten auch in der zweiten Halbzeit, als das Spiel längst entschieden war, jeden Treffer wie den entscheidenden, und dürfen sich -vorweg genommen- bereits jetzt auf die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga freuen. Die TSV Damen konnten größtenteils nur anerkennen, dass hier zwei Handballwelten aufeinandertrafen, Trainer Timo Baumann gratulierte nach dem Spiel auch anständig seinem Kontrahenten, der mit täglichem Training und einer Vielzahl von jungen Talenten seiner Mannschaft natürlich überlegen war. Der Spielverlauf war dann auch schnell erzählt, in der 9. Spielminute gelang Katrin Laßlop der letzte Ausgleich zum 3:3. Katharina Leinert im Tor verhinderte in der ersten Hälfte mit einigen Paraden noch schlimmeres und hielt somit die Differenz beim 11:18 Halbzeitstand noch in Grenzen. Danach hätte man einen Film zum Thema Tempogegenstöße und zweite Welle drehen können, was die Gastgeber hier demonstrierten ist Lehrbuchreif.
Hier tat sich besonders die aus dem badischen Heidenheim stammende Isabell Hurst hervor, die dann auch zur Spielerin des Spiels gewählt wurde. Zwar machten es die TSV Damen ihren Gegenspielerinnen auch besonders leicht- insgesamt 32 technische Fehler und Fehlwürfe luden den HC zu seinem Tempospiel regelrecht ein,- aber dies spielte dann auch keine Rolle mehr, ebenso wenig wie das verletzungsbedingte Fehlen von Stammspielerin Moni Reiter. Trainer Baumann nutzte das Spiel um allen Akteurinnen Einsatzzeiten zu gewähren, so kam auch die A- Jugend Torhüterin Hannah Stilgenbauer zu ihrem ersten 3. Liga Einsatz. Ina Scheffler, Saskia Fabig und Maureen Merkel erzielten insgesamt 12 Treffer, konnten Leipzigs Übermacht aber auch zu keiner Zeit des Spiels gefährden.


Für Birkenau gibt es jedoch keinen Grund Trübsal aufkommen zu lassen, bereits am kommenden Samstag gegen Aufsteiger Mainz 05 II und eine Woche später gegen Eddersheim stehen zwei wichtige Heimspiele im Kampf um den Klassenerhalt an, jeweils zur Anspielzeit 20.00 Uhr. Passend zur Fastnachtszeit findet im Anschluss an das Mainz-Spiel eine Faschingsparty im Foyer statt, zu der alle herzlich eingeladen sind.

TSV Birkenau:
Leinert und Stilgenbauer im Tor, Laßlop (2), Crnisanin, Rajic (1), Scheffler (5/1),
Mader, Weisbrod, Gölz (1), Schäfer (1), Heinze (1), Mink, Merkel (3), Fabig (4), Zimmermann.

HC Leipzig

Janssen und Kreitczick im Tor, Uhlmann (6/1), Hurst (4), Weise (1), Herzig (2), Theilig (1), Guderian (2), Greschner (2), Kretschmar (6), Buth (7) Röpcke (1) Majer (4/1), Hummel Jacqueline (2), Hummel Stefanie (4), Conrad (3).

TSV HC
Zeitstrafen 7 1
Siebenmeter 3/1 3/2

Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Konstantin Großer und Christopher Witt aus Berlin
Bericht Udo Laßlop; Bilder: Armin Etzel

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