1b-Damen entzaubern Ketsch 1c

Sensationell knöpften die dezimierten Birkenauerinnen dem Spitzenreiter aus Ketsch einen Punkt ab. Sensationell, deshalb weil TSV-Trainer Gerold Leonhard gleich auf 4 Spielerinnen verzichten musste und Ketsch im Gegenzug „aufgerüstet“ hatte.

„Die Mannschaft hat dieses Spiel richtig Klasse gekämpft und einen Handball mit viel Herz und Engagement gespielt. Die Tendenz zeigt klar nach oben, wir entwickeln uns von Woche zu Woche weiter und werden von Spiel zu Spiel besser“ schwärmte Leonhard von seinem Team. Insbesondere die Abwehrreihe mit ihren beiden starken Torhüterinnen Etzel und Eberle gilt es an diesem Spieltag heraus zu heben. Zwei gehaltene Strafwürfe, mehrere gehaltene hundertprozentige Chancen und eine Vordermannschaft, die jegliches Kombinationsspiel der Ketscher Damen verhinderte, legte den Grundstein zu einem mehr als verdienten Punktgewinn. Samantha Schäfer, die beim Spielstand von 3:3 in das Geschehen eingriff, gelang es durch ihre Rückraumtore immer wieder, das Spiel offen zu halten. Nach dem 6:4 für Ketsch glich Birkenau zwar zum 6:6 aus, musste dann aber doch einen 11:7-Pausenrückstand hinnehmen.

Die zweite Hälfte begann deutlich für Birkenau. Die TSV-Mädels kamen hellwach aus der Kabine und erwarteten bereits zwei Minuten vor Pausenende die Gastgeberinnen auf dem Spielfeld. Jasmin Werle war nun Dreh und Angelpunkt des Spiels. Auf der Mittelposition kämpfte sie unermüdlich und war oft nur Siebenmeterreif zu bremsen. So kamen die TSV-Damen Tor um Tor zum 14:14-Ausgleich. Jetzt war es nur noch ein offener Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen konnte. Spielstände, wie 15:15, 17:17 und 20:20 zeigen die Ausgeglichenheit der Teams, in dem sich Birkenau, die ja nur mit einer einzigen Wechselspielerin anreisen konnten, wie David gegen Goliath fühlte. Als dann 5 Minuten vor Schluss Birkenau sogar mir zwei Toren zum 22:20 in Führung ging, schien die Sensation kurzzeitig komplett. Ketsch nutzte jedoch mit zwei schnellen Kontertoren ihre Chance und glich gegen die durch eine Zeitstrafe dezimierte Birkenauer Mannschaft wieder zum 22:22 Endstand aus. Ein Spiel, das keinen Sieger verdient hatte, sahen die mitgereisten Zuschauer an diesem Sonntag, aber auch eine kämpfende TSV-Truppe, die mit viel Potential Spaß auf mehr macht…

TSV Birkenau:
R. Etzel und B. Eberle im Tor; V. List, M. Marysko (3), L. Schneiderheinze (5/3), S. Schäfer (10/3), J. Bechthold (2), J.Werle (2), M. Hutzl

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