Anerkennung für großes Engagement…

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„Ich bin mir sicher, auf die Vereine wird vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen der Zuwanderung eine große und wichtige Rolle bei der Bewältigung der Integration zukommen“, eröffnete Volksbank-Vorstand Manfred Soßong am Dienstagabend die Gewinnfeier „Sterne des Sports“ in der Volksbankfiliale in der Bismarckstraße.

Unter dem Motto „Sport tut Deutschland gut“ verleiht der Deutsche Olympischen Sportbund jedes Jahr „Sterne“ an Vereine, die sich in außergewöhnlicher Weise um die Belange ihrer Sportart verdient machen. Neben dem aktuellen Bestreben, die Flüchtlinge in die Vereine zu integrieren, schließt das auch die Inklusion von Behinderten, das Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit (Umwelt- und Naturschutz) mit ein.

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Kommunale Unterstützung
„Die Sterne des Sports ermöglichen es, allen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen“, so Soßong. Anschließend stellte er die Jury vor: Carmen Harmand vom Amt für Bildung und Sport der Stadt Weinheim, Markus Merkle, Bereichsleiter Vertriebsmanagement der Volksbank, Günter Bausewein, Leiter des Sportkreises Bergstraße, Wolf-Rüdiger Pfrang, ehemaliger Sportredakteur der Weinheimer Nachrichten sowie Michael Scheidel, Leiter des Sportkreises Mannheim. Letzterer betonte einmal mehr die Bedeutung des Sports für die Integration und dankte den Kommunen für ihre großartige Unterstützung. „Ohne kommunale Hilfe könnten die Vereine kein Angebot in der Breite anbieten, wie es das jetzt gibt“, sagte Scheidel.

Bei der Preisverleihung in der Volksbank wurden drei regionale Vereine mit Bronzesternen geehrt, der höchsten Auszeichnung auf örtlicher Ebene. Vierter und fünfter Gewinner waren der Jugendförderverein Unter-Flockenbach/ Trösel und die Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) Weinheim. Den mit 500 Euro dotierten dritten Platz belegte der TSV Birkenau für die Förderung des körperlichen und kognitiven Trainings von Kindern und Jugendlichen.

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Platz 2 und 1000 Euro für die Vereinskasse gingen an die Abteilung „Firegirls“ der TG Jahn Trösel, die sich generationsübergreifend die Förderung und Forderung der Bewegung von Kindern und Erwachsenen auf die Fahnen geschrieben hat. In fünf Tanzgruppen – Minis, Kids, Teens, Ladies und Classic – seien es mehr als 60 Kinder und Jugendliche sowie über 30 Erwachsene, die von dem Tanzangebot Gebrauch machen, erklärten die Verantwortlichen bei der Entgegennahme ihres Sterns.

Internationale Erfolge
Seit Jahren gehört die Tanzsportabteilung des TV Hemsbach, die „Penguin Tappers“, mit zahlreichen nationalen und internationalen Titeln zur Weltspitze. Die ehrenamtlichen Trainer um Kristina Engelhardt durften sich über den ersten Platz und damit über 1500 Euro für die Qualitätssicherung des Vereins freuen. Der zehn und elf Jahre alte Nachwuchs der Stepptänzer, immerhin deutscher Meister und amtierender Vizeeuropameister, zeigte in einer knapp fünf minütigen Tanzshow, gekleidet in bunte, orientalische Gewänder, ihr Können und bekam von den Anwesenden viel Beifall.

Ein weiterer Programmpunkt bestand im Vortrag von Sandro Furlan, Redaktionsleiter der Weinheimer Nachrichten, der über das Thema „Vereine und neue Medien“ sprach. Der mediale Wandel bringe sowohl Chancen als auch Gefahren für die Vereine mit sich, so der langjährige Jugendfußballtrainer der TSG Lützelsachsen. Zum Beispiel Facebook: Das soziale Netzwerk biete ganz neue Möglichkeiten, unter anderem in den Bereichen Sportberichterstattung, Meinungsaustausch und Mitgliedergewinnung. Die Pflege des eigenen medialen Auftritts sei allerdings zeitintensiv, zudem gelte es, die Nutzungsbedingungen genau zu kennen. Oft fehle es den Verantwortlichen an Fingerspitzengefühl, sagte Furlan: „Was postet man, was behält man besser für sich? Wie geht man mit unangenehmen Kommentaren um?“

Vereine müssten die neuen Medien als feste Bestandteile der modernen Gesellschaft erkennen, aber, so Furlans Fazit: „Social Media ersetzt nicht das Persönliche.“ Das lasse sich nur mit „Old-School“ im Vereinsalltag vermitteln.

(Bericht: Weinheimer Nachrichten, 05. November 2015; Fotos: Armin Etzel)

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