Tag des Handballs – Traum im Siebenmeterwerfen zerplatzt

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Am frühen Samstagmorgen machte sich die D- und C-Jugend auf, um an dem Großereignis „Tag des Handballs“ auf dem Areal der Commerzbank Arena in Frankfurt teilzunehmen. Konnten sich doch beide Mannschaften glücklich schätzen, im Losverfahren auserwählt zu werden. Zwar wurde die eigentliche Planung kurzfristig über den Haufen geworfen, da die Bahn an diesem Morgen streikte, doch sollte das kein Hindernis sein, um die wohlgelaunte Truppe aus den Reserven zu locken.

Die Autos rollten pünktlich um 7.30 Uhr Richtung Frankfurt, wo man in bester Laune die tollen Rasenplätze im Außengelände der Commerzbank Arena begutachtete. Auf den Plätzen 7 + 8 sollte nun der 3-stündige Aufenthaltsort der beiden Mannschaften sein.

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Die weibliche C-Jugend startete um 10:17 Uhr ins Turnier. Da es noch sehr neblig war, hatten alle Spielerinnen erheblich mit dem nassen Rasen zu kämpfen und so manche fand sich auf dem Hosenboden wieder. Die ersten beiden Spiele gegen die TSG Oberursel und JSG Bottwartal konnten klar mit 4:0 und 7:1 gewonnen werden. Das 3. Spiel gegen den TV Arzheim sollte die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale bringen. Denn im Vorfeld war klar, dass der TV eine spielstarke Mannschaft darstellt. Bis zum 4:4 zeigte sich das Spiel total ausgeglichen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Ging es doch um viel. Kleine Unachtsamkeiten auf Birkenauer Seite nutze der TV sofort aus und erhöhte das Ergebnis auf 5:8. Von dem 3-Tore Rückstand erholten sich die Birkenauerinnen nicht mehr und verloren das Spiel letztendlich mit 7:9.

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Im letzten Spiel besiegte die C-Jugend noch den VfB Altena mit 9:3. Die Trainier waren dennoch hochzufrieden. Musste man sich nur der spielstarken Mannschaft aus Arzheim geschlagen geben.

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Hochmotiviert und ausgestattet mit neuen Trikots, die unser Förderverein Mädels fördern mit der großzügigen Unterstützung durch die compeople AG aus Frankfurt gespendet hat, startete die weibliche D-Jugend um 10:00 Uhr in die Gruppenphase.

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Es schien, als wurden die neuen weißen Sporthosen von dem rutschigen Rasen regelrecht angezogen. Das erste „Wasserball“-ähnliche Spiel wurde überzeugend mit 6:0 gegen den TV Spaichingen gewonnen. Mehr Krampf als Kampf wurde in der zweiten Begegnung gegen die JSG Fulda/Petersberg (3:1) geboten.

Die wohl beste Leistung zeigten die D-Jugendlichen um 11:50 Uhr gegen die HSG Geislar-Oberkassel. Nicht das hohe Ergebnis von 11:1 war beeindruckend, sondern mehr die Art und Weise, wie in Abwehr und Angriff miteinander gespielt wurde. Die vielen Birkenauer Fans waren begeistert und spürten, dass die D-Jugend auf einem guten Weg in Richtung Halbfinale war. Im letzten und entscheidenden Gruppenspiel war die Spannung groß: Der VfL Eintracht Hagen, der bis dahin nur einen Verlustpunkt aufwies, zeigte sich zunächst von seiner stärksten Seite. Schließlich konnte in einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein klarer 9:5 Sieg herausgespielt werden.

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Jetzt hieß es die weibliche D-Jugend lautstark im Halbfinale keine 20 Minuten später gegen die SG Meißenheim/Nonnenweier zu unterstützen. Verwöhnt von perfekten Rasenplätzen wurde nun – und das ist dem insgesamt hervorragend organisierten Turnier ein wenig anzukreiden – eines der beiden Halbfinalspiele unverständlicherweise auf einem Platz ausgetragen, der weder Rasen noch Hallenfläche bot. Der Untergrund aus einzelnen Holz-/Plastik-Platten war so beschaffen, dass ein Handballspiel eigentlich nicht hätte ausgetragen werden dürfen. Leider wurde die Platzwahl nicht gewonnen, musste der TSV auch noch gegen die Sonne spielen. Geschätzte 200 Zuschauer sahen die hochklassige Begegnung, in der sich die Birkenauerinnen nach dem ersten Gegentreffer wieder mit 2:1 in Führung setzen konnten. Die Führung konnte weiter gehalten werden, allerdings wurden beste Torchancen immer wieder ausgelassen. Beim Stande von 5:3 verlor der TSV leider den roten Faden und die SG konnte ausgleichen.

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Das 7-Meter-Schießen stand an: Drei Birkenauer Schützen mussten gefunden werden, was schon gar nicht so einfach war. Alle anderen Spieler und Trainer standen an der Mittellinie und drückten die Daumen. Leider konnte nur ein Ball verwertet werden, so dass die SG mit 7:6 ins Endspiel einziehen konnte und dieses später auch für sich entscheiden konnte. Trotz der unglücklichen Niederlage können die D-Spielerinnen stolz auf die Leistungen am Tag des Handballs sein. Alle Fans, Eltern und die Trainer waren begeistert.

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Nachdem viele Tränen geflossen waren und die C-Jugendlichen ihre jüngeren Freundinnen trösteten, freuten sich alle über den weiteren Verlauf. Nach dem Promi-Spiel „Team Kretzsche vs. Team Buschmann“ durften die D-Jugendlichen bei der Weltrekord-Bundesliga-Partie Rhein-Neckar-Löwen vs. HSV Hamburg im Spalier stehen. Das Abklatschen mit den Handball-Stars vor der Weltrekord-Kulisse von 44.189 Zuschauern war ein großes Erlebnis. Ganz nah am Spielfeldrand verfolgten die D-Jugendlichen das Spiel.
Bei der anschließenden Heimreise waren die meisten Augen der D-und C-Jugendlichen in den Traum-Modus gefallen und ließen das wunderschönes Turnier und einen unvergesslichen, langen Tag Revue passieren…

Bericht: Geli Schneiderheinze und Heiko Müller; Fotos: Steffen Hoffmann, Frank Buckenauer, Martin Hug)

Eine Antwort auf „Tag des Handballs – Traum im Siebenmeterwerfen zerplatzt“

  1. Als Trainer der SG Meißenheim/Nonnenweier möchte ich euch noch einmal für eure tolle Leistung im Halbfinale gratulieren.
    Im Nachgang betrachtet muss man eigentlich aufgrund eurer Spielstärke sagen, dass das Halbfinale das vorweggenommene Endspiel war.
    Wir wünschen euch für die anstehende Runde viel Erfolg.

    Grüße aus Meißenheim
    und im Namen der D-Mädels der SG Meißenheim/Nonnenweier

    Thorsten Luick

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